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  Reisetagebuch10
 
16.10.12
Uff! Heute waren sportliche Höchstleistungen angesagt. Wir sind 5 (in Worten: fünf!) Stunden gewandert. Bergauf und -was viel schlimmer war! -bergab. Unser Ziel war der Lac de Gaube auf 1800 m. Und das alles in den neuen Wanderschuhen. jetzt sind wir erst mal ziemlich platt, aber schön war es auf jeden Fall! Schaut euch mal die Bilder dazu an! 

17.10.12
Nach dem sportlichen Gewaltakt von gestern und einer schlaflosen Nacht ( da hat uns doch garantiert diese französische Hexe in dem Straßenkaffee nach der Wanderung richtigen Kaffee untergejubelt, obwohl wir koffeinfreien bestellt hatten!) haben wir heute mal einen ruhigen Lesetag eingelegt.
Morgen geht es weiter nach Spanien. La France und diese "Notunterkunft" hier lassen wir gerne zurück.
Fazit französiche Pyrenäen: wunderschöne Bergwelt (leider oft dem Ski-Zirkus geopfert), tolles Wetter, überhöhte Preise und eine falsch gewählte Unterkunft. Auf ein Neues also.....

18.10.12
Hola! Grüße aus Urdax in Nord-Spanien! Urdax ist ein süßes Dörfchen in Navarra kurz hinter der Grenze zu Frankreich. Und die Ferienwohnung für diese Woche ist total schön: ein uraltes Bauernhaus mit dicken Holzbalken unter den Decken. Nach der Notunterkunft der vergangen Woche also wieder was mit allem Komfort. Die letzte Nacht in Frankreich gab es so eine Art Föhn: ein seltsam warmer Wind brauste die ganze Nacht und raubte uns den Schlaf. So sind wir kurzerhand schon um halb 7 morgens losgefahren. Hier gibt es direkt nebenan ein hübsches, altes Kloster - Urdax liegt am Jakobsweg - und ganz sicher mehr Tiere als Menschen: außer Kühen und Schafen vor allem viele kleine Ponys in Schaukelpferdgröße und natürlich jede Menge Wald und sanfte Hügel zum Wandern. Es gibt mehrere Tropfsteinhöhlen und der Strand - der Golf von Biscaya - ist nur 25 km entfernt. 
Ich denke, das wird eine Wohlfühlwoche hier. Soweit das Wetter mitspielt. 
 
19.10.12
Es regnet! Und Wikipedia sagt, Urdax hat 180 Regentage im Jahr. Ups! Das ist ja wie zu Hause! 
Dann gab es heute also indoor-Programm: wir haben uns die Tropfsteinhöhle von Urdax angeschaut.
Schöööön! Die Miniponys hier heißen übrigens Pottok-Ponys und sind eine uralte, baskische Ponyrasse,
die ein Stockmaß von 1,10 m bis 1,30 m erreicht. Schaukelpferdchengröße eben. Wenn es aufhört zu
regnen gehe ich mal auf Pottok-Foto-Pirsch. Heute Nacht hat es heftig gewittert. Über unserem Bett ist ein großes Dachfenster, das war ein irres Schauspiel! Ich hoffe aber, dass ich da nachts auch mal Sterne zu sehen kriege und nicht nur Blitze. 
 
22.10.12
Ich habe Sterne gesehen! Heute Nacht konnten wir von unserem Bett aus durch das große Dachfenster sehen, dass es aufgeklart hatte. Und heute scheint tatsächlich die Sonne (meistens)!
Wir sind die 25 km bis zur Atlantik-Küste gefahren, ins französiche St. Jean de Luz. Endlich wieder spazieren gehen! Herrlich! St. Jean de Luz ist ein hübscher kleiner Badeort mit alten Gassen und Hotels in der Bäderarchitektur des Beginns des letzten Jahrhunderts. Alles sehr ruhig und beschaulich. Es gibt einen langen, breiten Strand mit weißem Sand und schöne grüne Klippen. Seltsamerweise nur keine Möwen, warum auch immer.....
 
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