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  Reisetagebuch 14
 
11.11.12
Heute haben wir eines der "weißen Dörfer" Andalusiens besucht: Frigiliana, 7 km von Nerja entfernt. 
Frigiliana wurde wiederholt als "das schönste Dorf Andalusiens" ausgezeichnet. Na klar: dorthin werden
die Touristen gleich busweise gekarrt. Heute, an einem Sonntagmorgen im November, hielt sich der 
Andrang in Grenzen. Ich möchte aber nicht wissen, was da im Sommer los ist!  
Jedenfalls ist Frigiliana wirklich sehr hübsch: pitoreske, enge Gassen, überall Blumen und weiße, kleine Häuser
mit Türmchen, Erkerchen, schmiedeeisernen Gittern, bunten Fliesen, Bögen und Bogengängen schmiegen sich
an den Berg. Überall kleine Cafes und Restaurants, von deren Blumen- und Palmenbestandenen Terassen und
Balkonen man hinunter aufs Meer schaut. Und natürlich jede Menge kleine Lädchen mit hübschem Schnickschnack 
für die Touristen. Da muß man ganz tapfer sein, sonst ist der Geldbeutel ruckzuck leer! 

12.11.12
Das erste Mal seit 11 Wochen sind wir heute wieder um halb 6 aufgestanden. Das soll aber kein Dauerzustand werden!
Heute heiligte der Zweck die Mittel: wir sind nach Granada gefahren und haben uns die Alhambra angeschaut. 
Pünktlich um 8 Uhr zur Eröffnung waren wir da, um dem großen Besucherandrang zu entgehen. Zuerst haben wir uns den Generalife, die Alcazaba und die Gärten der Alhambra angesehen. Jetzt, Mitte November, fehlte leider das üppige Blühen,
trotzdem war es sehr schön.
Nach und nach füllte sich das Areal und als wir um 13.30 Uhr endlich unseren leider auf eine halbe Stunde begrenzten Besichtigungstermin für die Nasridenpaläste hatten, war es rappelvoll mit Menschen aus aller Herren Länder. 
Dass wir den Löwenbrunnen nicht für uns alleine haben würden, hatten wir uns schon gedacht. Aber so viele Menschen
hatten wir in dieser Jahreszeit doch nicht erwartet! Die halbe Stunde, die jeder Besucher in den Nasridenpalästen bleiben darf
(immer 200 Personen auf einmal) verging wie im Rauch: diese Pracht und Schönheit! Man wußte nicht, wohin man zuerst sehen sollte! Wie ein Märchen aus 1000 und einer Nacht! Danach waren wir schier erschlagen und hundemüde! 
Aber es war einfach nur toll!!!!!!
 
14.11.12
Heute sind wir nach Arcos de la Frontera, der letzten Etappe auf dem spanischen Festland, gefahren. 
Das Apartment liegt mitten in der historischen Altstadt: süß, aber für Panda definitiv nicht erreichbar. 
Wir konnten glücklicherweise einen Parkplatz in einer Hotelgarage in der Nähe ergattern.
Ein- und ausladen sowie einkaufen gestaltet sich also etwas kompliziert. Auf Grund des heutigen 
Generalstreiks in Spanien erst recht: bis wir endlich mal einen offenen Supermarkt gefunden hatten.....

16.11.12
Wißt ihr eigentlich, wie groß so ein Hafen sein kann? 
Um sicher zu gehen, dass wir am Dienstag unser Schiff in Cadiz rechtzeitig erreichen, haben wir heute eine Erkundungstour
nach Cadiz gemacht. Kurz vor Cadiz gehen die Probleme los: die Zufahrt nach Cadiz, die unser Navi uns zeigt, ist gesperrt. Überall Polizei, an jeder Straßenecke! Hä? Was ist denn hier los? Problem 2: das Hafenbüros, in dem wir unser Voucher aus dem Internet in ein richtigesTicket umtauschen sollten, ist seit kurzem nicht mehr an der Adresse, die wir haben. Also fragen. Wen? 
Natürlich die Polizei, es wimmelt ja nur so von Polizei! Die haben aber alle null Ahnung. Also Auto ins Parkhaus, und zwar da, wo man lauter Riesenschiffe sieht. Muß ja hier irgendwo sein. Wieder fragen. Einer schickt uns hier hin, der andere da hin......
Nach 2 Stunden Fußmarsch durch verschiedene Hafenmolen: endlich das Acciona-Büro! Dort gucken sie uns blöd an: wieso heute? Das Schiff geht doch erst Dienstag! Aber, o.k., am Ende haben wir die Tickets. Also wieder zurück in die City dackeln, touristisches Pflichtprogramm ableisten. Das Rathaus und die Kathedrale in der Altstadt wollen wir sehen. Die steht direkt am Atlantik. Sieht super aus, am besten natürlich vom Meer aus. Na gut, von vorne ist sie auch ganz hübsch. Und noch mehr Polizei! Tausende! Und Fernsehteams. Jetzt frage ich aber mal einen der Pressefuzzis. Des Rätsels Lösung: heute und morgen findet in Cadiz der internationale Gipfel der ibero-amerikanischen Staaten statt. So ziemlich alle Präsidenten aus Lateinamerika sind da und natürlich der spanische König und der Prinz. Außerdem die Staatsoberhäupter von Portugal und Andorra. So viel Prominenz! Deshalb also der massive Polizeieinsatz und die Strassensperren. Bleibt zu hoffen, dass den hohen Herren was Gescheites einfällt. 

19.11.12
Am letzten Tag in Andalusien sind wir nach Jerez de la Frontera gefahren, knapp 30 km von Arcos de la Frontera entfernt.
Dort haben wir uns die maurische Festungsanlage, das Alcazar, angesehen. Sie ist zwar nicht so imposamt und beeindruckend wie ihre berühmte Schwester, die Alhambra in Granada, aber auch hübsch anzuschauen.
Weniger hübsch waren die Müllberge überall in der Stadt: die Müllmänner streiken seit 17 Tagen und Jerez versinkt im Müll. 
Auf dem Rückweg nach Arcos de la Frontera haben wir noch ein paar schöne Fotos von der spektakulären Lage der Altstadt auf einer Klippe mitten in der weiten Ebene gemacht. Die Fotos von Jerez findet ihr bei "guck mal, Jerez de la Frontera" und die von Arcos bei "guck mal, Arcos de la Frontera".
Morgen geht es aufs Schiff und nach einer cirka 52-stündigen Reise über den Atlantik werden wir Donnerstag Abend im Norden Teneriffas landen. 
 

 
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