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  Reisetagebuch 12
 
 
29.10.12
Wir sind in Caceres bei Joscha und Ana!
Salamanca haben wir heute morgen bei Minusgraden und Rauhreif verlassen.
Doch je näher die Extremadura rückte, um so wärmer wurde es und nun scheint die Sonne bei fast 20 Grad. Bis Freitag bleiben wir nun hier und dann geht es bis Montag nach Villanueva de la Serena zu Anas Eltern. Eine Woche Familie ist also angesagt, bevor es uns zwei heimatlose Vagabunden weiter nach Cordoba treibt. 
 
31.10.12
Heute stand die Altstadt von Caceres auf unserem Programm. Wir waren ja schon mehrfach hier, aber immer wieder gibt es was Neues zu entdecken. Diesmal haben wir ein Büßer-Denkmal
gefunden. Sieht ein bischen nach Ku-Klux-Klan aus, ist aber ein Hinweis auf eine uralte Tradition hier: in der Osterwoche ziehen die Honoratioren der Stadt so vermummt in einer Prozession durch 
die Straßen, tragen ihre Heiligen spazieren, beichten und büßen so anonym ihre Sünden. 
Traurig war, dass die Storche alle fort waren. Es gab Unmengen Nester auf den Dächern und Türmen der Altstadt. Aber man hat sie entfernt, vielleicht, um die Denkmale gegen den Vogeldreck zu schützen. Es war immer so schön, in der Sonne auf der Plaza Mayor zu sitzen und diesen Tieren bei ihrem ruhigen Segelflug zuzusehen. Schade!
 
2.11.12
Und wieder sind wir unserem Ziel ein Stück näher: wir sind von Caceres aus cirka 100 km weiter in den Süden gefahren, nach Villanueva de la Serena. Hier besuchen wir Anas Eltern.
In den nächsten 3 Tagen werden unsere rudimentären Spanischkenntnisse  
mal so richtig auf die Probe gestellt: die beiden sprechen kein Wort deutsch 
oder englisch. Zuletzt waren sie im Dezember bei uns, da ging smalltalk
schon ganz gut, 11 Monate Spanisch-Kurs später müßte es eigentlich noch 
besser gehen......
 
3.11.12
Bei einer kleinen Tour durch die Felder rund um Villanueva mit Juan, Anas Vater,
haben wir sie gesehen: Störche! Auf der Suche nach Fröschen laufen sie zu Hunderten auf den Reisfeldern herum. Die großen, roten Flußkrebse, die es hier gibt, mögen sie auch sehr gerne,erzählte uns Juan. Mit der Verständigung mit Juan klappt es übrigens ganz gut. Er spricht langsam und deutlich. Anas Mutter spricht uns aber zu schnell, da hilft auch alles Konzentrieren nicht mehr! Da kommen wir nicht mit. Aber Joscha ist ja dabei, der übersetzt dann.
 
4.11.12
Heute früh gab es in der sonst so trockenen Extremadura ein böses Erwachen: starke Regenfälle
hatten Teile der Stadt unter Wasser gesetzt! Anas Eltern blieben aber verschont. 
Nach unserem vorerst letzten Familientag mußten wir uns heute Abend von Joscha und Ana 
verabschieden. Wann wir sie wohl wiedersehen? Für uns geht es morgen früh weiter nach Cordoba.
 
5.11.12
Grüße aus Cordoba!
Die Anreise durch die weite, menschenleere Extremadura war traumhauft schön. Es ging durch 
Llano de la Serena, eine Steppenlandschaft mit Unmengen Felszacken, die aus dem Boden ragen.
Hier und da grasen Schafe dazwischen. Später wechselte das Bild. Zwischen lichten Wäldern mit 
kleinen, uralten Steineichen stehen die schwarzen Iberico-Schweine, die sich an den Eicheln gütlich
tun. In Andalusien ging es weiter durch weiße Dörfer und schließlich hinunter in die Ebene um 
Cordoba.
Unser Apartment für die nächsten beiden Tage ist schnuckelig, liegt in einer winzigen Gasse in
der Altstadt und hat einen hübschen,andalusischen Innenhof mit einem kleinen Brunnen und einer 
Menge Grünzeug. 
Heute ist erst mal relaxen angesagt und morgen schauen wir uns die vielen
Sehenswürdigkeiten des alten Cordoba an. 
 
 
 
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