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  Gomera 17
 
5.9.13
Fast wieder zu Hause!

Heute früh zu nachtschlafender Zeit (gähn!-ich konnte vor Aufregung natürlich-wie vor jeder Reise-nicht schlafen!) ging es los. Und jetzt sitzen wir im Hafencafe von Los Christianos und warten auf Armas. 
Dank unserer vielen Einkäufe hatten wir gestern beim erlaubten 2 mal 10 kg Handgepäck satte 8 kg Übergewicht. Also flugs auf 9,85 kg aufgestockt und ein Paket Richtung Agulo losgeschickt. Kostet mit 35 Euro immer noch 25 Euro weniger, als wenn wir damit heute früh in Weeze am Ryanair-Schalter aufgelaufen wären. Da sind die nämlich gnadenlos. Gnadenlos waren die dann auch bei meinem geliebten Fetakäse: wir haben den Versuch gewagt, eine Dose vom Türken im Rucksack mitzunehmen. War schließlich original-verpackt. Hat uns aber nix genützt: die habe sie uns abgenommen. Schade. Aber ich hatte das schon befürchtet. Na ja, Versuch macht klug....
Vom Flughafen Teneriffa aus sind wir dann mit dem Taxi zum Lidl gefahren und haben da reichlich eingekauft. Anschließend wieder mit dem Taxi zur Fähre. Die 7 Euro, die die zweigeteilte Taxifahrt mehr gekostet hat, als wenn wir durch gefahren wären, haben wir durch die deutlich günstigeren Preise und das andere Angebot dicke wieder raus. Es gab sogar so lustige Sachen wie Sauerkraut, mit Reis gefüllte Weinblätter, Rübenkraut und - man höre und staune - Feta zum kleinen Preis! 
Hat sich also gelohnt die ganze Aktion. Drüben auf Gomera werden wir von einem Bekannten mit dem Panda abgeholt, der Heimtransport unserer "Schätze" ist also gesichert. 
Ansonsten: war schön in der kalten Heimat. Aber hier ist es noch viel schöner......

7.9.13
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Am 5.9. sind wir abends um kurz vor 11 endlich zu Hause gewesen. Die Fähre hatte "technische Probleme": die haben ihren Diesel nicht ans Laufen bekommen und so saßen wir fast 2 Stunden im Hafen von Los Christianos auf dem Kahn fest. 
Der Garten offenbarte sich dann am nächsten Morgen als Urwald. Meine Güte, ist das alles zugewuchert in den 2 Wochen! Und nachdem die Mango-Schwemme jetzt abgeebbt ist, haben wir eine Basilikum-Schwemme. Einen kleinen Teil zeigt das Foto. Wir haben also Pesto ohne Ende gemacht. Wenn man bedenkt, dass wir in Deutschland um jedes einzelne Blättchen Basilikum gekämpft haben und hier das Zeug wie Unkraut wächst, das ist schon irre. 
9.9.13
Das beschauliche Inselleben hat uns wieder. Es kehrt Ruhe ein. 
Der Garten-Dschungel ist gelichtet und in den nächsten Tagen werden wir wieder neue Jungpflanzen setzen. Momentan kämpfen wir mehrmals täglich per Gartenschlauch gegen Mikes Hühner. Während unserer Abwesenheit haben die sich nämlich unseren Garten als Selbstbedienungsrestaurant ausgeguckt - fatal, wenn man junges Gemüse setzen will. Zumindest haben die Viecher schon mal erkannt, dass sie besser die Beine in die Hand nehmen, wenn wir auftauchen. Was sie allerdings nicht davon abhält, den Garten zu entern, sobald wir den Rücken kehren. Wir werden mal versuchen, die neuen Pflanzen mit Gaze abzudecken. 
Außerdem müssen wir das Dach der Hollywoodschaukel neu erfinden: der Sturm letzte Woche hat die Stangen dazu auf nimmer-wiedersehen weggetragen. 
Aus Hagen erreichten uns derweil die Bilder von Felix Einschulung. Schade, die haben wir leider verpaßt. 
12.9.13
Der Garten ist wieder fertig und Mike hat die Hühner zwar eingesperrt, aber die sind ja nicht doof. Die haben sich einfach dran erinnert, dass sie ja Vögel sind und fliegen können. Rüber über den Zaun und ab in Finger's Garten! Na, super! Also liegen wir weiter mit Wasserschlauch und Steinchen auf der Lauer, um sie immer wieder zu verjagen.
Die Reparatur des Hollywoodschaukel-Daches war wieder ein Ding mit Pfiff: wir sind in San Sebastian von einem Laden zum anderen gelaufen. Ein Schreiner hatte schließlich Aluleisten und Winkel dazu. Er hat uns die Dinger dann passend gebastelt. Man kann hier eben nicht, wie in der Großstadt, alles kaufen, was man so haben will. 
Im April teilte uns der Stromanbieter mit, dass er die Rechnungen nicht mehr monatlich, sondern nur noch alle 2 Monate ausstellen will. Seither haben wir aber überhaupt keine Rechnung mehr bekommen. Hm.
15.9.13
Nach 20 Stunden ohne Wasser sprudelte es wieder. Unsere Vermieter haben uns kurzerhand an ihre eigene Wasserversorgung angeschlossen. Das Problem war folgendes: dieses Haus hier wurde durch eine Wasserleitung direkt aus den Bergen versorgt. An der hängt aber unter anderem ein Nachbar oben im Dorf dran, der behauptet hat, er hätte jetzt nicht mehr genug Druck. Somit hat er das Wasser zu uns runter schlicht abgedreht und rückt den Schlüssel dazu nicht raus. Begründung: für das Haus hier gilt zwar ein Wasserentnahme-Recht, nicht aber für die Bewässerung des Gartens. Das mit dem Druck ist natürlich Quatsch: der liegt ja 100 Höhenmeter über uns. Da haben eher wir keinen Druck mehr, wenn der das Wasser aufdreht. Es scheint so einen alten Familien-Zwist zu geben zwischen dem und unseren Vermietern. Aber da können und wollen wir uns nicht einmischen. Jedenfalls hat unser Vermieter jetzt beim Wasser-Präsidenten Beschwerde eingelegt. Mal sehen, wie der entscheidet. Uns wäre eine geteilte Lösung am liebsten: Wasser für den Garten vom Vermieter aus dem Dorf-Stausee und (saubereres) Wasser aus den Bergen fürs Haus. Abwarten.....
19.9.13
Vom Wasserstreit gibt es nichts Neues zu berichten. Das dauert - wie alles hier - sicher eine Ewigkeit. Aber wir haben ja Wasser, wenn auch nicht das gute, reine Quellwasser. 
Die Kätzchen haben wir immer noch nicht geholt: als wir wieder da waren, waren sowohl alle Futtersäcke, die wir am Vortag gekauft und dort eingelagert hatten, als auch alle Katzen weg. Wir denken, dass der Nachbar, der sie füttern sollte, das jetzt woanders tut.
Müssen wir halt warten, bis John und Milada zurück sind. Die werden die Katzen wieder an ihrem Haus füttern und dann können wir sicher endlich unsere neuen Mitbewohner mit nach Hause nehmen.
Vor kurzem waren wir bei den Nachbarn zu einem Fest eingeladen. Da waren Leute aus aller Herren Länder und natürlich viele Gomeros. Der Einfachheit halber wurde nur Spanisch gesprochen.
Ging ganz gut. Bei dieser Gelegenheit fiel mir was auf: in Deutschland habe ich meinen türkischen Kolleginnen immer vorgehalten, dass sie fast nur türkische Kontakte haben und hier machen wir so was ähnliches. Wir bewegen uns fast ausschließlich in deutschen Residentenkreisen. Das muß sich ändern, sonst wird das nie was mit dem spanisch sprechen!


 
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