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  Gomera 13
 
8.6.13
Schreck am Morgen: ein Hundertfüßler in der Küche! Zusammengerollt fast so lang, wie der Kuli, den ich zum Größenvergleich daneben gehalten habe, also so cirka 20 bis 25 cm! Die Viecher gelten als die giftigsten Tiere auf den Kanaren: ihr Biss ist zwar nicht wirklich gefährlich, aber doch sehr schmerzhaft. Vergleichbar mit dem einer Biene oder eines kleinen Skorpions. Die Gomeros schlagen diese Viecher sofort tot, wenn sie mal einen erwischen. Wir haben ihn mit dem Besen über die Mauer in die Tiefe getrieben. Falls er sich aber noch mal hier blicken läßt, ist er dran.....

15.6.13
Heute Nacht war reichlich Leben auf unserem Dach: eine Katze war anscheinend auf Eidechsen-Jagd. Ihr glaubt gar nicht, was man für einen Schrecken bekommt, wenn es plötzlich rumort und poltert. Hier hört man sonst nachts gar nichts! Nur das Meer, den Wind, das Quaken der Frösche und die seltsamen Rufe der Gelbschnabelsturmtaucher. 
Diese Rufe müßt Ihr unbedingt mal googeln: das hört sich total witzig an!

21.6.13
Sommeranfang!!!  Sommeranfang???  Wir haben seit August 2012 Sommer! 
Und soll ich Euch was sagen? Das deutsche Schmuddelwetter fehlt uns kein bischen!
Unser Garten wächst und gedeiht. Heute haben wir ihn noch mal um 2 Meter erweitert bis hinter die Mangobäume. 
Gestern hatten wir Grillnachmittag mit Forum-Freunden. Es gab echtes gomerianisches Bioschwein aus Freilandhaltung. Und man sagt, es wäre sau-lecker gewesen....

23.6.13
Heute haben uns unsere direkten Nachbarn zu einem Kennenlern-Kaffee eingeladen. 
Die Frau ist Deutsche und der Mann Gomero. Sie haben 2 kleine Kinder und wohnen unter der Woche in der Inselhauptstadt. Auf ihre große finca hier kommen sie 
nur am Wochenende, da der Mann als Lehrer in San Sebastian arbeitet. Lustigerweise haben wir im Laufe des Gesprächs festgestellt, dass wir gemeinsame Bekannte in Jaderberg haben - ehemalige Herbergseltern-Kollegen. Die Welt ist klein! Sie sind nur wenig jünger als wir. Es war ein wirklich schöner Nachmittag und reich beschenkt mit Obst, Wein und Gemüse kamen wir zurück. Auch einen "hijo de platano" - einen Bananensohn -, also einen Bananenableger, haben wir mitgebracht und gleich im Garten eingepflanzt. 
Dann ging es weiter zur fiesta San Juan an die Playa de Caleta mit Musik und lecker Paella. Ein schöner Tag!
Schaut Euch dazu die Fotos an unter "Brauchtum" und "unser Garten" bei "guck mal"

29.6.13
Vor 2 Tagen erst habe ich Euch von der Nord-Ost-Passat-Wetterlage erzählt und schon haben wir seit gestern ein anderes Wetter: Calima!

Calima ist ein weiteres, typisches Kanarenwetter: ein heißer Wind, der aus Afrika zu uns herüber weht. Er bringt wolkenlosen Himmel, Hitze und Sand aus der süd-östlich von uns liegenden Sahara mit. 
Jetzt, am späten Vormittag haben wir bereits 29 Grad. Da die Luft aber sehr trocken ist, ist das durchaus angenehm. Wenn es in Deutschland so warm ist, dann ist es meist auch sehr feucht und das ist anstrengend und geht auf den Kreislauf. Hier ist es einfach ein schöner, warmer Tag. 
Aber auch das hat einen Haken: je höher man kommt, desto wärmer ist es. Oben auf den Bergen im Wald steigt somit die Waldbrand-gefahr. Alles ist sehr trocken und dort oben ist es locker 35 Grad und wärmer. Da reicht eine weggeworfene Zigarettenkippe, um ein Feuer zu entfachen. 
Deshalb hat die Inselregierung momentan Grillen und alle Feiern im Nationalpark verboten.

1.7.13
Heute haben wir einen Ausflug nach La Dama gemacht. Das liegt genau am entgegengesetzten Inselende cirka 2 Fahrstunden von uns entfernt. La Dama lebt vom Bananenanbau. Es gibt dort 2 Bananen-cooperativen, von denen wir eine besichtigen durften. Wir standen da und schauten in die Halle, als ein netter Arbeiter uns hereinwinkte und uns aufforderte, uns alles anzusehen und Fotos zu machen. Hinterher haben wir noch jede Menge Bananen geschenkt bekommen. 

 

 
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